Die Saison 2021


Neben dem bereits bei Racing Point fahrenden Lance Stroll gab es bereits lange in der Saison 2020 das Gerücht, dass Sebastian Vettel verpflichtet werden soll, der augenscheinlich in 2020 bei Ferrari nicht glücklich war.

 

Im September 2020 wurde es dann offiziell gemacht, dass Sebastian Vettel ab der Saison 2021 für Aston Martin F1 an den Start gehen würde.

 

So war zu vernehmen, dass Sebastian Vettel sich der Herausforderung in einem aufstrebenden Team stellen möchte und gemeinsam mit Aston Martin F1 die Weltmeisterschaft anstrebt.

 

Immerhin war das Vorgängerteam Racing Point im Jahre 2020 Vierter bei der Konstrukteurswertung geworden, hinter Mercedes (1. Platz mit 573 Punkten), Red Bull Racing (2. Platz mit 319 Punkten) und McLaren (3. Platz mit 202 Punkten), und erreichte 195 Punkte. Dies war nicht weit weg von McLaren und ein etwas größerer Abstand zu Platz 5 mit Renault die 181 Punkte gesammelt hatten.

 

Allerdings gab es in 2020 um Racing Point erhebliche Diskussionen hinsichtlich eines sog. „CopyGates“. Der 2020er Racing Point soll sozusagen eine Kopie des 2019er Mercedes gewesen sein.

 

Doch diese Erwartungen sollten durch verschiedene Umstände, wie beispielsweise Änderungen am Reglement für 2021, nicht erfüllt werden.

 

Am 03.03.2021 wurde dann, aufgrund der Umstände der weltweiten Corona-Pandemie, der Aston-Martin-Bolide mit der Bezeichnung AMR21 in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

 

Vom 12.03. bis einschließlich 14.03.2021 fanden dann die Testfahrten für alle Formel-1-Teams in Bahrain statt. Diese Testtage waren für Aston Martin F1 mit einigen Problemen behaftet, so dass der Saisonstart frustrierend ablief.

 

Angesichts der Vorschusslorbeeren wurde der Vettel-Neustart zu einem Fehlstart, denn von allen F1-Stammfahrern hatte Vettel mit 117 Runden das kleinste Pensum abgeleistet.

 

An jedem der drei Testtage plagten Aston Martin technische Probleme. Freitags gab es Probleme mit der Software, die von Getriebeproblemen und Turbolader-Defekten an den folgenden Tagen abgelöst wurden. Vettel meinte daraufhin: „Die ersten Rennen werden für uns, und insbesondere für mich, eine steile Lernkurve.“


Endergebnis 2021


Fazit und Ausblick

Aston Martin F1 ist, aufgrund des Rückenwindes aus 2020, angetreten um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Sebastian Vettel kündigte anlässlich seines Wechsels zu Aston Martin an: „Ich will an der Spitze des Feldes fahren.“

 

Dass dieser Weg so steinig wird, hat sicherlich keiner vermutet, denn ein Jahr später ist man von einer möglichen Weltmeisterschaft weit entfernt: Bedauerlicherweise kann das Aston Martin F1-Team als eine der Enttäuschungen der Saison 2021 gelten.

 

Aber, so hört man, Lawrence Stroll ist sich des langen und steinigen Weges bewusst. Er investiert Millionen um Fabrik und Personal zu erneuern.

 

Die über 30 Jahre alte Fabrik ist platztechnisch an ihre Grenzen gestoßen, so dass Stroll nun eine Fabrik auf neuestem Stand mit ausreichend Ressourcen bauen lässt. Spatenstich dazu war im September 2021. Und Stroll stellt auch neues Personal ein, um das Team siegfähig auszurichten.

 

So wurde der ehemalige McLaren-Manager Martin Whitmarsh, ein altes Formel-1-Urgestein, eingestellt. Teamchef bleibt, trotz der Personalie Whitmarsh, Otmar Szafnauer, der mit dem Team seit 2009 einiges an Achtungserfolgen erzielen konnte. Einige andere Personalien, die allesamt hervorragend in ihren Bereichen sind, wurden von anderen Teams übernommen, und werden teilweise erst ab 2022 bei Aston Martin F1 tätig werden.

 

Auf der Fahrerseite war natürlich das Investment Sebastian Vettel, immerhin ein 4-facher Weltmeister, ein großes Zeichen. Über die Beständigkeit in 2022 beide Fahrer im Cockpit zu lassen, ist natürlich auch die Zielsetzung der positiven Entwicklung kombiniert mit Ruhe ins Auge gefasst.

 

Dies ist gerade vor dem Hintergrund der Reglements-Änderungen in 2022 ein wichtiger Aspekt werden.