ASTON MARTIN IN DER FORMEL 1


Die RENNEN 2022

 MIAMI GP – 08. Mai 2022

Nach dem ersten Auftritt in Europa wechselt der gesamte Formel-1-Zirkus schon wieder den Kontinent und richtet sich erstmals in Miami ein. Miami ist seit Gründung der Formel 1 die insgesamt 11. Rennstrecke, auf der in den USA ein Rennen ausgetragen wird und in 2022 die 2. Strecke neben dem USA GP in Austin (Texas). Nächstes Jahr soll mit Las Vegas gar eine dritte Strecke hinzukommen – wird dies etwa ein Boom der Formel 1 in den USA? Die Strecke in Miami wurde ganz neu rund um das Hard Rock Stadium angelegt. Die Ankündigung, es würde eine Riesen-Show, wie nicht anders in den USA zu erwarten, wurde eingelöst. Unzählige Promis und VIPs sorgten für den entsprechenden Glamour neben dem Renngeschehen.

 

Dennoch wurde auch Motorsport abgeliefert und wir konnten gespannt sein, wie sich die Autos auf der neuen Strecke verhalten und vor allen Dingen, was unsere Aston Martins abliefern können.

 

Das 1. Training sah auf Position 1 C. Leclerc (Ferrari), gefolgt von G. Russell (Mercedes AMG) und M. Verstappen (Red Bull Racing). Unsere Fahrer fanden sich auf Position 14 mit S. Vettel und auf 16 mit L. Stroll. Während bei unseren Fahrern im 2. Freien Training die Positionen unverändert blieben, fanden sich auf der 1. Position G. Russell gefolgt von C. Leclerc und S. Perez auf der 3. Position wieder. Auch das 3. Freie Training brachte etwas Veränderung mit dem 1. S. Perez, dem 2. C. Leclerc und dem 3. M. Verstappen.  S. Vettel fand sich auf einem hervorragenden 5. und L. Stroll auf einem 12. Platz wieder; mit der Tendenz der Verbesserung?

 

Die Pole Position in der Startaufstellung sicherte sich C. Leclerc vor seinem Teamkollegen C. Sainz jr. (Ferrari). M. Verstappen startete vom 3. Platz aus. Theoretisch hatten sich S. Vettel die 13. und L. Stroll die 10. Startposition erkämpft.

 

Jedoch war es irgendwie verhext und beide mussten am Rennsonntag aus der Boxengasse starten, also erst, als das gesamte Starting-Grid gestartet war. Beide Astons hatten Probleme mit der Benzintemperatur – wie man hört, waren die Temperaturen bei beiden Rennern zu niedrig und somit illegal gewesen.

 

Das Rennen war für Aston Martin eine Achterbahn der Gefühle. Nach der Verwirrung am Rennstart hatte man lange den Eindruck, dass S. Vettel in die Punkte fahren könnte. Jedoch ist das Rennen erst dann zu Ende, wenn es zu Ende ist: auf Position 9 in den Punkten liegend wurde S. Vettel in der 54. von insgesamt 57 Runden ausgerechnet von Mick Schumacher von der Strecke „gekickt“. Somit war für beide der Traum von WM-Punkten ausgeträumt. Wenigstens L. Stroll konnte mit dem 10. Platz einen WM-Punkt für sich und das Team sichern.

 

Nun siegte der wirklich überragende M. Verstappen vor dem WM-führenden C. Leclerc und C. Sainz jr. Wie erwähnt, wurde L. Stroll 10. Und S. Vettel erhielt nach einem „Schubser“ von M. Schumacher keinen der sicher geglaubten WM-Punkte.

 

Nun zieht der Formel 1-Tross zurück nach Europa. Warten wir mal ab, wie unsere Aston Martins sich beim SPANIEN GP AM 22.05.2022 in Barcelona schlagen.

 

WATCH OUT FOR THE NEWS…



 EMILIA ROMANA (IMMOLA) GP – 24. April 2022

 

Nun startet die Formel 1 in 2022 zum ersten Mal in Europa und dazu noch auf einer traditionsreichen Strecke, aber auch eine Strecke mit düsteren Erinnerungen… Doch wir wollen uns dem aktuellen Geschehen zuwenden und zunächst einmal schauen, was es denn in Imola an neuen Dingen gibt:

 

In Imola findet der erste „Sprint“ des Jahres statt; dabei wird am Samstag ein zusätzliches „kleines“ Rennen ausgetragen, um die Startaufstellung für das Hauptrennen am Sonntag zu ermitteln. Daneben bekommen die ersten Acht des Sprints noch WM-Punkte. Die Pole Position beim Hauptrennen erhält aber derjenige, der Gewinner (also Schnellster) des Qualifyings am Freitag ist; das kann schon mal „auseinanderfallen“. Das sind auch schon die Hauptbesonderheiten in Imola 2022.

 

Schauen wir mal, was unsere Aston Martins so machen: Auch in Imola werden wir wieder verstärkt durch den Einsatz des Safety Car (Vantage F1) und des Medical Car (DBX). Im 1. Training erreichte S. Vettel die 8. und L. Stroll die 16. Position. Vorne lag auf der 1. Position C. Leclerc (Ferrari) gefolgt von C. Sainz jr. (Ferrari) und M. Verstappen (Red Bull Racing).

 

Das Qualifying zum Sprint-Rennen sah auf dem 1. M. Verstappen vor C. Leclerc und L. Norris (McLaren) – unsere Fahrer belegten den 9. Platz (S. Vettel) und den 15. Platz (L. Stroll). Dieses Ergebnis ist identisch mit der Startaufstellung des Sprint-Rennens.

 

Zwischen dem Qualifying zum Sprint-Rennen und dem Sprint-Rennen wurde noch das 2. Freie Training absolviert, mit G. Russell (AMG Mercedes) auf der ersten Position gefolgt von C. Leclerc und S. Perez (Red Bull Racing). Aston Martin F1 belegte die 15. Position mit S. Vettel und die 14. mit L. Stroll.

 

Das Sprint-Rennen gewann M. Verstappen gefolgt von C. Leclerc und S. Perez. S. Vettel belegte den 13. und L. Stroll den 15. Platz. Dieses Ergebnis war dann ja auch die Startaufstellung des Hauptrennens.

 

Der Rennsonntag begann mit Regen, der rund eine Stunde vor Rennbeginn stoppte. Aber die Strecke war zu Rennbeginn schon noch leicht feucht. Bereits im frühen Renngeschehen konnte ein Aston Martin die Führung übernehmen: das Safety-Car.

 

 M. Verstappen fand als Sieger auf dem Podium S. Perez als Zweitplatzierten und L. Norris auf dem 3. Platz neben sich wieder. Aston Martin konnte in Imola die ersten Punkte des Jahres 2022 einfahren. S. Vettel belegte den 8. Platz (4 WM-Punkte) und L. Stroll erhielt 1 WM-Punkt für den 10. Platz. In der Konstrukteurswertung hat Aston Martin somit 5 WM-Punkte eingeheimst und liegt auf Platz 9 von insgesamt 10 Teams.

 

Wie zu lesen war, freute sich Sebastian Vettel über die erstmals in dieser Saison eingefahrenen Punkte und meinte, dass es sich fast wie ein Sieg anfühlen würde. Insgesamt kann man das Imola-Wochenende für Aston Martin F1 durchaus als gelungen bezeichnen, bspw. schaffte es S. Vettel am Freitag ins sog. Q3 und beide Fahrer kamen in die Top 10 beim Rennergebnis.

 

Dennoch ist es Vettel und Co. bewusst, dass sie im Moment nicht die Schnellsten sind, weswegen der Teamchef Mike Krack nach dem Imola-Ergebnis die Euphorie etwas einbremst. Krack hat sich auch zu den Schwächen des Aston Martin-Formel 1-Renners AMR22 geäußert. Die wohl größte und wichtigste Schwäche ist die Aerodynamik des AMR22, dicht gefolgt vom Gewicht. Auch die schlechte Rückmeldung des Autos an die Fahrer sei ein Problem, welches dann in den unterschiedlichen Abflügen der Fahrer enden würde. Daher wird bezüglich Lenkung und Fahrwerk auch an einem besseren Feedback des AMR22 gearbeitet.

 

In Miami ist allerdings nur mit einem kleinen Update zu rechnen, also keine Revolution in Sachen Handling und Co. Warten wir es mal ab.

 



 BAHRAIN GP – 20. März 2022

 Am Donnerstag vor dem Rennen wurde Sebastian Vettel positiv auf Corona getestet, so dass er am Rennen nicht teilnehmen wird. Ersatzfahrer Nico Hülkenberg darf kurzfristig einspringen und am Freitag in den Aston Martin springen. Dies ist eine Herausforderung, kennt er doch das neue Auto noch nicht einmal von einer Testfahrt.

 

Insgesamt durfte man gespannt sein, wie Aston Martin F1 sich schlagen wird.

 

Schaut man sich die Entwicklung der einzelnen Trainingssitzungen und das Qualifying an, so fing es im 1. Freien Training noch recht ordentlich mit den Plätzen 6 für Stroll und 14 für Hülkenberg an. Bis zum Qualifying ging es dann aber in die falsche Richtung oder die anderen Teams haben sehr viel mehr besser gemacht. Stroll schaffte lediglich Startplatz 19, und war damit Vorletzter in der Startaufstellung. Hülkenberg, der ja ganz kurzfristig ins kalte Wasser geworfen wurde, qualifizierte sich als 17. vor seinem Teamkollegen.

 

Die Pole Positionen hat sich (überraschenderweise) C. Leclerc (Ferrari) gesichert. Auf Startplatz 2 folgte Max Verstappen (Red Bull Racing), während Startplatz 3 vom zweiten Ferrari mit C. Sainz eingenommen wurde.

 

Im Rennen siegte dann souverän C. Leclerc (Ferrari) vor C. Sainz (Ferrari) und L. Hamilton (Mercedes).

 

Das Ergebnis auf den „Rängen“ wurde durch den Ausfall beider Red Bull Racing-Fahrer beeinflusst, die in guten Positionen liegend aufgrund von Defekten an der Benzinzuführung ausgefallen sind. Unsere Aston Martin-Fahrer landeten auf Position 12 (L. Stroll) und 17. (N. Hülkenberg) außerhalb der Punkteränge.

 

Somit blieb der Start in die Saison für Aston Martin leider hinter den Erwartungen und gesetzten Zielen. Wollen wir hoffen, dass die Änderungen im Reglement zu noch spannenderen Rennen führen.



SAUDI-ARABIEN GP – 27. März 2022

 Auch dieses Renn-Wochenende hat mit einer nicht so tollen Nachricht begonnen, nimmt doch Sebastian Vettel aufgrund seiner Corona-Infektion auch an diesem Grand Prix nicht teil. So muss ein zweites Mal Nico Hülkenberg, genannt „Hulk“, in die Bresche springen. Nach einem ernüchternden Start in die Saison, ist man gespannt, ob es sich dabei um eine einmalige Erscheinung handelte.

 

Nun, unsere Piloten haben im 1. Freien Training Position 12 (L. Stroll) und 16 (N. Hülkenberg) belegt, und fielen dann bis zum 3. Freien Training zurück auf Position 15 (L. Stroll) und Position 18 (N. Hülkenberg), die sie auch im Qualifying belegten.

 

S. Perez (Red Bull Racing) holte die Pole Position, während Ferrari die Startplätze 2 (C. Leclerc) und 3 (C. Sainz) belegten. Nach einem spannenden Rennen siegte M. Verstappen (Red Bull Racing) vor C. Leclerc (Ferrari) und C. Sainz (Ferrari).

 

Hülkenberg blieb mit Platz 12 immerhin in Schnuppernähe zu den Punkten und L. Stroll belegte Platz 13. Nicht wirklich ein Traumstart in die Saison 2022!

 

Wollen wir mal hoffen, dass die 14 Tage bis zum Australien-Grand Prix vom Team gut genutzt werden, um eine dezidierte Fehleranalyse vorzunehmen.

 

Nach dem Eindruck der ersten beiden Rennen kann man sagen, dass die mit den Regeländerungen gesetzten Ziele m.E. erfüllt werden. Wir hoffen somit weiterhin auf eine spannende Saison und natürlich, dass unser Team in die Erfolgsspur gelangt.



AUSTRALIEN GP – 10. April 2022

 

Was konnte man für dieses Renn-Wochenende gespannt sein, denn endlich sollte Sebastian Vettel wieder in Lenkrad greifen und sowohl das Safety-Car als auch das Medical-Car wurde ebenfalls von Aston Martin eingesetzt.

 

Immerhin fehlen Sebastian Vettel die Erfahrungen zweier Renn-Wochenenden auf dem neuen Boliden.

 

 

Im 1. Freien Training belegte Vettel den 13. und Stroll den 16. Platz. Vettel´s Renner hatte einen technischen Defekt erlitten, so dass er das 1. Freie Training nicht wie gehofft fahrend beenden konnte. Aber dieser Motordefekt führte dazu, dass er auch am 2. Freien Training nicht teilnehmen konnte, während Stroll den 14. Platz einnahm. Somit wurde Vettel wieder um wertvolle Erfahrungen mit der neuen Fahrzeuggeneration gebracht.

 

 

Es zeichnete sich also ein nicht so schönes Wochenende für Aston Martin F1 ab, denn auch im 3. Freien Training absolvierte Vettel aufgrund eines heftigen Abfluges nur 5 Runden und lag damit auf dem 20. Platz direkt hinter Stroll.

 

 

Das Qualifying war für Aston Martin F1 ebenfalls nicht so ganz erfolgreich. Lance Stroll hatte für eine rote Flagge und damit Unterbrechung des Qualifying´s gesorgt. Für Ihn blieb mit Startplatz 20 nur der Letzte in der Startaufstellung. Das Pech von Stroll war aber ein kleiner Lichtblick für Vettel, denn nun hatten die Mechaniker mehr Zeit den Renner von Vettel instand zu setzen. Bedingt durch fehlende Performance und den wenigen Runden, die Sebastian absolvieren konnte, schaffte er es auf Position 18.

 

 

Die Pole Position sicherte sich C. Leclerc (Ferrari) vor M. Verstappen und S. Perez, beide Red Bull Racing.

 

Nun blieb nur noch die stille Hoffnung, dass es im Rennen für uns besser läuft; aber in Runde 23 hat Vettel die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist in die Streckenbegrenzung eingeschlagen und beendete somit das Rennen. Lance Stroll hat es immerhin auf Platz 12 der Wertung geschafft.

 

 

Sieger des Australien GP war C. Leclerc (Ferrari) vor S. Perez (Red Bull Racing) und G. Russell (Mercedes AMG).

 

 

Aber damit war für Aston Martin das Wochenende noch nicht beendet. Im Rennen musste das Safety-Car zweimal eingesetzt werden; immerhin ein Aston Martin Vantage F1-Edition mit stolzen 535 PS und rund 315 km/h Spitze.

 

Nachdem es am Wochenende sportlich für Aston Martin F1 schon nicht so toll lief, gab es auch noch harsche Kritik am Aston Martin-Safety-Car aus dem Fahrerfeld. Es sei einfach zu langsam, um die notwendigen Temperaturen der Reifen und Bremsen zu halten. Da sei der Mercedes AMG GT schon eine andere Liga, so war es aus dem Fahrerfeld zu vernehmen – vielleicht hat auch der neue rutschige Streckenbelag einen Einfluss gehabt? Positive PR sieht anders aus…